Startseite ::
< Das erste Protokoll
09.03.07 16:48 Alter: 11 yrs
Kategorie: Erklärungen

Anträge zur Diözesanversammlung 2006

1.Antrag: Solidarität mit Verband „Europäischer Juden“ 2.Antrag: Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan 3.Antrag: christlich-muslimischer Dialog


1. Antrag zur Diözesanversammlung

Antragsgegenstand: Solidarität mit Verband „Europäischer Juden“
Antragssteller: Vorstand der Bistumsstelle

Die Diözesanversammlung von pax christi Diözese Augsburg möge beschließen:

Die pax christi Diözesanversammlung Augsburg erklärt Ihre Solidarität mit der Presseerklärung des Verbandes „Europäische Juden für einen gerechten Frieden“ angesichts des Massakers in Beit Hanoun.

Zugleich bittet die Versammlung die Verantwortlichen in Kirche, Gesellschaft und Politik in diesem Sinne nach je ihren Möglichkeiten für Frieden und Menschrechte in dieser geschundenen Region vernehmbar aktiv zu werden.

Weiter fordert die Versammlung den deutschen Bundestag auf, alle Rüstungslieferungen wie u.a. die Lieferung zweier U-Boote der Dolphin-Klasse sowie die Lieferung eines Testexemplares des gepanzerten Truppentransportfahrzeugs „Dingo 2“ nach Israel zu stoppen.


Diese Presseerklärung mit der Solidaritätsbekundung soll u.a. weitergeleitet werden an:

Katholische und Evangelische Kirche
Deutsch-israelische Gesellschaft
Christlich-Jüdische Gesellschaft
Mitglieder des Bundestages aus Schwaben
MdEP Markus Ferber
Israelische Botschaft
Zentralrat der Juden in Deutschland
Palästinensische Generaldelegation Berlin
Verband Europäischer Juden für einen gerechten Frieden

 

 

2. Antrag zur Diözesanversammlung

Antragsgegenstand: Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan
Antragssteller: Vorstand der Bistumsstelle

Die Diözesanversammlung von pax christi, Diözese Augsburg möge beschließen:

Die Diözesanversammlung von pax christi, Diözese Augsburg, fordert die Bundesregierung auf, einen Plan vorzulegen, nach dem alle
Bundeswehr-Einheiten bis Ende 2007 aus Afghanistan abziehen.


Begründung:

Der Auftrag der Bundeswehr, im Sinne der afghanischen Bevölkerung für Ordnung und Sicherheit zu sorgen, ist nicht mehr durchführbar. Seitdem die Nato in ganz Afghanistan  das Oberkommando von den USA übernommen hat, ist eine Grenze  zwischen Ordnungskräften und Kampftruppen nicht mehr zu ziehen. Es besteht die akute Gefahr, dass auch die Bundeswehr unter Natokommando als Partei in einen schmutzigen Bürgerkrieg  hineingezogen wird. Wie andere Beispiele (Vietnam, Afghanistan, Kolumbien, Tschetschenien, Irak) zur Genüge zeigen,  ist dieser militärisch  nicht zu gewinnen; er kann nur durch Verhandlungen beendet  werden. Je mehr ausländische Truppen im Land stehen, desto geringer sind die Chancen, dass es dazu kommt. Das Engagement der Bundeswehr wird damit sinnlos.

 


3. Antrag zur Diözesanversammlung

Antragsgegenstand: christlich-muslimischer Dialog
Antragssteller: Vorstand der Bistumsstelle

Die Diözesanversammlung von pax christi, Diözese Augsburg möge beschließen:

Die Diözesanversammlung von pax christi, Diözese Augsburg, fordert den Vorstand auf, den Dialog mit den Muslimen vor Ort voranzutreiben. Die Sach- und Basisgruppen sollen dabei im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Interessen eingebunden werden.