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14.08.07 02:09 Alter: 10 yrs
Kategorie: Texte

Essay von Reuven Moskovitz

Der Israeli Reuven Moskovitz nimmt kritisch zur Lage in Nahost Stellung


Älterwerden

Sterne der Jugend wohin seid ihr hinabgefallen?
Keinen mehr von euch allen seh in Gewölk ich ziehen.
Ihr meiner Jugend Genossen,
Ach wie früh mit der Welt habt ihr Frieden geschlossen!
Junge die ihr uns Alten hohnlacht, wie habt ihr Recht!
Denn auch ich selber – wie schlecht hab ich mir treu gehalten!
Dennoch kämpfe ich weiter.
Steh entgegen der Welt!
Kann ich nicht siegen als Held, will ich doch fallen als Streiter.
(Hermann Hesse)

 

Liebe Freundinnen und Freunde!

Seit längerer Zeit habe ich keinen Brief mehr geschrieben und dies aus zwei Gründen:

Erstens haben einige gute Freunde mit Unbehagen reagiert auf meine Äußerung der „zweiten

Schuld“ die sich die Deutschen mit ihrem Schweigen angesichts der Unrechtspolitik der israelischen Regierungen aufladen. Zweitens wollte ich mit meinen hoffnungslosen Aussagen zum Nahen Osten nicht auch noch zur weiteren Überflutung mit Informationen beitragen.

 

Zum palästinensischen Bruderkrieg

Wahrend meines Aufenthaltes in Deutschland wurde ich mit zusätzlicher Symptomen konfrontiert, die viele gut meinende Deutsche verunsichern. Nennen wir zuerst den palästinensischen Bürgerkrieg in Gaza-Streifen. Ist das nicht eine Bestätigung für die Unzuverlässigkeit der Palästinenser, Friedenspartner für Israel zu werden?

Eine jüdische Weisheit besagt: Der Weise lässt sich nie in eine Sackgasse treiben, aus welcher der Kluge einen Ausweg findet. Die israelischen Sicherheitspolitiker haben sich weder als Weise noch als Kluge gezeigt, sondern als raffinierte Schlitzohren, die uns und den gesamten Nahen Osten seit 60 Jahren zielstrebig in eine fast aussichtslose Sackgasse der Gewalt und Gegengewalt gesteuert haben. Wie in jedem Konflikt kann man nicht nur eine Seite als ausschließlich schuldig bezeichnen. In diesem Fall aber stimmt die Symmetrie nicht, der Stärkere hat die Macht – auch über die Information. Was heute in der Publizistik  „Spin“ genannt wird, eine Verdrehung der Tatsachen, nahm schon der Prophet Jesaja wahr: „Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und Licht aus Finsternis machen...Weh denen, die weise sind in ihren eigenen Augen und halten sich selbst für klug“ (Jes.5,20/21).

Die schreckliche Situation im Gazastreifen ist die extreme Explosion eines schon lange brodelnden Vulkans. Die bittere historische Wahrheit ist, dass in den 60 Jahren die Situation in Wirklichkeit gar nicht immer aussichtslos war. Aber den israelischen Spin-Politikern gelang es, durch den Versuch, die Palästinenser zu dämonisieren und als kriminelles Volk  anzuprangern, sie so darzustellen, als seien sie kein vernünftiger Partner für ein gerechtes Aushandeln des Konfliktes. Die andauernde Verdrehung der Tatsachen ist möglich, weil die meisten Menschen mit alltäglichen Problemen und Sorgen beschäftigt sind und sich nicht die Mühe machen, die tatsächlichen Zusammenhänge wahrzunehmen. So konnte die Auschwitztrumpfkarte immer gezogen werden, die Israel als ewig bedrohtes Opfer und die Palästinenser und die arabische Welt als ewige Täter bezeichnet, unfähig und unwillig zu einem vernünftigen politischen Dialog. So ist der Mythos entstanden, dass wir keinen Gesprächspartner haben - obwohl es während der gesamten 60 Jahre Dutzende Male Gespräche über Friedensentwürfe gab. Tragischerweise haben die arabischen und palästinensischen Anführer in der Öffentlichkeit nur über Krieg gesprochen, aber hinter den Kulissen waren sie oft bereit zu verhandeln, während von den israelischen Regierungen nur weitschweifig über Frieden geredet aber zahlreiche Kriege entfacht wurden - Wir Juden sind nicht viel besser und die Palästinenser nicht viel schlimmer.

Uri Avnery hat mit Recht geschrieben: Wenn die arabischen Anführer hören , dass Israel die Hand zum Frieden ausstreckt, muss man sich zum Krieg vorbereiten... und dies nicht, weil Israel blutrünstiger ist, sondern weil es unbeirrt eine klare, aber unmachbare Strategie verfolgt:

1. Auf keinen Fall die Entstehung eines palästinensischen Staates zu ermöglichen.

2. Auf keinen Fall einen jüdischen Staat in Palästina, sondern nur Palästina als jüdischen Staat zu akzeptieren.

3. Auf keinen Fall die Verantwortung für die Vertreibung Hunderttausender Flüchtlinge zu übernehmen und deren Rückkehrrecht anzuerkennen.

In der Eskalation des Konfliktes mit der arabischen Welt kamen Annektionsabsichten hinzu; sei es auf Kosten von Syrien, sei es von Libanon und Ägypten.

Um diese Strategie zu verwirklichen, sind gegen die Nachbarstaaten ein Dutzend Kriege geführt worden. Der heimliche Traum aller israelischen Anführer war, die palästinensische Bevölkerung dazu zu bringen, zermürbt aufzugeben und sich selbst zu zerstören – in Bruderkämpfen. Und das ist genau das, was heute in Gaza und der Westbank geschieht. Für die israelische Regierung bedeutet das die Aussicht, nach dem Motto „divide et impera“ eine Quizzling-Regierung unter ihren Einfluss zu bekommen. Die Palästinenser sind nicht total schuldlos an diesem Bürgerkrieg, zumal sie mit umgekehrtem Vorzeichen dieselbe Strategie verfolgen - ein palästinensisches Palästina – aber die erwähnte israelische Politik trägt die Hauptverantwortung für diese dramatische Eskalation.

Ein anderes Thema, das die Menschen erschüttert und verunsichert: wie können muslimische Ärzte sich an mörderischen Terrorakten  beteiligen? Bedenken sollte man, auch wenn das kein Trost ist, dass dies kein muslimisches Patent ist: auch der Israeli Baruch Goldstein, der Serbe Karadzic waren Ärzte, die den Hippokrateseid geleistet hatten...

 

Auf dem Kirchentag:
Die vergeudete Gunst der Stunde? Die arabische Initiative

Ich schreibe diese Zeilen nach dem Evangelischen Kirchentag in Köln, zu dem ich zum ersten Mal offiziell eingeladen wurde! Seit Jahrzehnten kam ich dort hauptsächlich mit meiner Mundharmonika “zu Wort“. Diese Einladung ist dem unablässigen Einsatz von Hans-Werner von Wedemeyer zuzuschreiben, wofür ich ihm sehr herzlich danke! Im vollbesetzten Gürzenichsaal hatte ich die Gelegenheit, zu vielen Menschen, bekannten und unbekannten, zu sprechen.

Meine Dankbarkeit und Glücksgefühle wurden jedoch überschattet, weil ich zum großen Nahost-Podium nicht eingeladen wurde. Ich bin nämlich der Meinung, es hätte den  Kirchentagsteilnehmerinnen und –teilnehmern gut getan, auch meine ‚andere‘ Stimme zum Thema zu hören. Die zentrale Figur dieses Podiums, Avi Primor, sollte die Friedensperspektive Israels vertreten, aber  für mich war er die falsche Wahl, denn er hat ebenso wie Shimon Peres, Amir Peretz, Ehud Barak und andere bis jetzt keine Botschaft gebracht, die für Israel, Palästina und den Nahen Osten einen wirklichen d.h. gerechten Frieden möglich machen würde. Deswegen gehören sie für mich zu den Politikern, Propheten und Priestern, die schon der Prophet Jeremia angeprangert hat mit den Worten: „Denn sie gieren alle, klein und groß, nach ungerechtem Gewinn, und Propheten und Priester gehen alle mit Lüge um und heilen den Schaden meines Volks nur oberflächlich, indem sie sagen: „Friede, Friede!- und ist doch nicht Friede. Sie werden mit Schande dastehen, weil sie solche Greuel verübt haben; aber sie wollen sich nicht schämen und wissen nichts von Scham …“(Jeremia 6, 13 – 15a)

Aber ist es mir gelungen, auf dem Kirchentag trotzdem das Wesentliche zu vermitteln?

Ich bin der Meinung, dass wir uns heute in einer einmaligen Gunst der Stunde befinden. Der einzig aussichtsreiche Friedensplan, wurde bisher auffällig übergangen und auch von

Avi Primor unter den Teppich gekehrt :

Die saudi-arabische Initiative vom März 2007, propagiert auf dem arabischen Gipfeltreffen in Saudi-Arabien, untermauert und unterstützt durch 22 arabische Staaten und palästinensische Politiker wie Abu Maazen, Ismael Hanija und Khaled Mashal. Alles andere als dieser Vorschlag ist Heuchelei und Augenwischerei.

Israel wird der Frieden angeboten durch gegenseitige Anerkennung und durch Grenzen

(von 1967), die für Israel die Sicherung von knapp 80% des ehemaligen Palästina bedeuten und durch das Knüpfen von diplomatischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen ein neues Zusammenleben ermöglichen.

Ist nur der Hamas-Terror schuld daran, dass diese kostbare und fragile Brücke, die über den tiefen Abgrund der verfeindeten Völker gespannt werden könnte, nicht betreten wird? Statt Entgegenkommen zu zeigen, versucht man mit einer hinkenden, inkompetenten Feuerwehr – genannt das Nahost-Quartett – den Brand zu löschen. Seit Jahren schürt dieses manövrierunfähige Vehikel falsche Hoffnungen und verhindert doch jegliche Bewegung zum Frieden.

Nach jüngsten Äußerungen aus dem Kreisen der arabischen Führer darf man hoffen, dass sie die o.g. saudi-arabische Initiative aktiv weitertreiben wollen.

 

Deutsche Kapitulationen

Einen anderen Punkt, den ich schon wiederholt voller Sorge angesprochen habe und der  meine Hoffnungslosigkeit verstärkt, ist die „willige“ Kapitulation der meisten Freunde Israels angesichts des Antisemitismus-Vorwurfs, sobald sie ein Wort der Kritik an der israelischen Politik äußern. Ich schreibe „willig“, weil ich kaum eine deutsche kritische Stimme höre, die nicht behauptet: „Reuven, was du sagst können nur Juden und Israelis sagen. Wir Deutschen, auch wenn wir genau so denken wie du, dürfen es nicht.“ Ich kann das verstehen, aber nachvollziehen kann ich es nicht!

Nichts rechtfertigt diese Selbst-Diskriminierung! Nach meiner Überzeugung hat jeder deutsche, friedfertige Humanist das Recht, ja sogar die Pflicht, Kritik an der Politik Israels genauso wie an jeder rechts- und friedenswidrigen Politik zu äußern.

Natürlich hat dieses Verhalten vieler Deutschen mit der Vergangenheit zu tun. Diejenigen, die Reue zeigten, entwickelten meistens eine verständliche, aber nicht immer gut begründete Verklärung gegenüber der israelischen Demokratie. Die dunkle Seite Israels wurde und wird bis heute durch die Sorge um die Zukunft Israels und durch die falsche Annahme - alle seine Kriege seien Verteidigungskriege – verdrängt. Nun zeigt sich mehr und mehr die schlimme Wahrheit, die ich unablässig anklage. Die führenden Politiker zeigen sich in ihrer Armseligkeit, auch wenn sie diese mit Panzern, Kampfhubschraubern und Abrissbaggern verdecken wollen.

Der Londoner Beschluss von 1945, der die Grundlage für die Verurteilung der deutschen NS-Kriegsverbrecher in Nürnberg ist, bezeichnet als schlimmstes Verbrechen gegen die Menschheit das Verbrechen gegen den Frieden. Solcher Verbrechen haben sich meine Machthaber seit knapp 60 Jahren schuldig gemacht! Auch der letzte Krieg im Libanon war eine gut durchdachte Brandstiftung im Libanon, im Gaza-Streifen und in Israel. Eine Welt, die den Frieden als wichtigstes Gut betrachtet und trotzdem diesen Krieg bejaht, kann nicht als zivilisiert, den Frieden suchend und Menschen- sowie Völkerrecht unterstützende Welt betrachtet werden!

Wenn der beliebte ehemalige Außenminister Joschka Fischer und die Bundeskanzlerin Angela Merkel sich reflexartig hinter diese Verbrechen gegen den Frieden stellen, dann haben sie die Bundesrepublik Deutschland als mitschuldig kompromittiert.

Lange Zeit dachte ich, dass die deutschen Politiker schlecht über die Politik im Nahen Osten informiert seien. Seit dem amerikanisch-englisch-israelischen Anti-Terror-Kreuzzug bin ich davon überzeugt, dass die deutschen Politiker schlecht orientiert sind! Die Ereignisse in Heiligendamm und der Zaun, der  mich an unsere Zäune und Mauern erinnert hat, haben mich erschüttert. Das Einschwenken Deutschlands in das eigentlich schon gescheiterte  Sicherheitskonzept gefährdet die erfolgreiche deutsche Identität als friedensstiftende Macht. Die vorerst  letzte, ungeheuerliche Blüte dieses Wahns stellt der Vorschlag des deutschen Innenministers, Wolfgang Schäuble, dar, ein israelisches Patent zu übernehmen: gezielte Hinrichtung von Terror-Verdächtigen. Und das in einem Land, das noch nicht einmal die Todesstrafe vorsieht! In einer selbstbewußten Demokratie hätte so ein Aufruf einen empörten Aufschrei verursachen müssen. Eine von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit durchdrungene Bundeskanzlerin dürfte in ihrem Kabinett einen Minister mit solchen Auffassungen keinesfalls dulden. In der Berliner Republik aber zeigen sich immer  mehr Symptome der tragischen Geschichte der Weimarer Republik: eine Demokratie mit weniger und weniger Demokraten.

Auf diese Weise ist Deutschland dabei seine Glaubwürdigkeit als Rechtsstaat und Vermittler zu verspielen.

 

Ludwig- Börne-Preis an giftspeienden Henryk Broder

Als zusätzliches Symptom für das Schwachwerden eines demokratischen Bewusstseins, kann ich bezeichnen die Verleihung des Ludwig-Börne- Preises für Literatur und Publizistik an den Journalisten und Literaten Henryk Broder.

Dieses Ereignis fand neulich in dem ‚Tempel der deutschen Freiheit’‚ der Frankfurter Paulskirche, statt. Damals schon, 1848, wurde die Paulskirche „Schwatzbude“ genannt, wo Professoren und Doktoren über Freiheit redeten und philosophierten, während die deutschen Könige und Fürsten sich daran machten, die deutsche Freiheit zu erdrosseln und die Restauration zu installieren, die erst mit der blutigsten und zerstörerischen Katastrophe des 20. Jahrhunderts endete. In diesem legendären Tempel wurde ein erfolgreicher, giftiger Prediger der Gewalt und des pauschalen Hasses gegen Muslime, ein Egomaniak mit dem Namen Henryk Modest Broder geehrt, beklatscht und bejubelt. So modest ist dieser Preisträger des Ludwig-Börne-Preises nicht, der sich mit brilliantem Witz selbst als meistwürdigen Träger dieses Preises für Publizistik und Literatur bezeichnet. Nach meinem empörten Gefühl wurde hiermit Ludwig Börne – ein leidenschaftlicher Kämpfer gegen despotische Restauration, gegen Krieg, gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit – entwürdigt. Damit hat sich die Mehrheit der Teilnehmer in der Paulskirche jedoch nicht beschäftigt, sondern sich an der Rede und dem Aufruf zu Hass und Intoleranz, genial in glänzende Satire verpackt, ergötzt. Hierüber hat die Presse genüsslich berichtet. Vor der Kirche aber standen Protestierende, die ein Reporter abschätzig als ‚alte‘ Menschen beschrieb. Ich begegnete dort jedoch z.B. Evelyn Hecht-Galinski und Frau Klaudia Karas und anderen keineswegs senilen Demonstranten. In der Kirche selbst fand sich ‚ein Kind‘, das versuchte aufzuschreien, dass der bejubelte Kaiser nackt sei. Das Kind war ich, von dem Liedermacher Gerhard Schöne als ‚Kind mit Falten‘ bezeichnet. Der Reporter hat mich beschrieben als einen Namenlosen, der ‚behauptet‘ ein Holocaust-Überlebender zu sein. Ein anderer hat meinen Namen tatsächlich in seiner Zeitung erwähnt, mich jedoch nicht gefragt, warum ich so empört reagiert habe. Der Oberbürgermeisterin von Frankfurt, Petra Roth, gelang es zu meinem Bedauern, mich zu beruhigen - mit dem falschen Versprechen, mir nach der Veranstaltung die Gelegenheit zu geben, meinen Fragen und meiner Empörung vor dem Redner und den lobenden VIPs Ausdruck zu verleihen. Sie hat mich geschickt aus dem Raum manipuliert und ist alleine in den Raum der VIPs zurückgekehrt. Und das war’s dann. Weil sie in ihrer Begrüßung H.M.Broder als ‚geistreich‘ bezeichnete, wollte ich sie fragen was denn so „geistreich“ an einem Publizisten sei, der eine Religion von 1,5 Milliarden Menschen dämonisiert und der unerträglich arrogant behauptet, wie wunderbar es sei, Täter statt Opfer zu sein, der stolz darauf ist, „lieber als islamophob denn als feige“ zu gelten.

Ich rufe dazu auf, die Mauer des Schweigens und des sich Unterwerfens unter die politische und geistige Erpressung zu durchbrechen!

Schon seit 30 Jahren weise ich in Deutschland auf die verhängnisvollen Gemeinsamkeiten zwischen der deutschen und der jüdischen Existenzproblematik hin.

Vor genau 40 Jahren hat der hervorragende Wissenschaftler und Theologe, Prof. Isaia Leibowitz, die judeo-nazistische Denkstrukturen und das sich daraus ergebende Handeln aufgezeigt und davor gewarnt.

Neulich erschien das Buch „Hitler besiegen“ des ehemaligen israelischen Vorsitzenden der Knesset, Avram Burg, mit der Hauptthese, dass sich Israel in der Übergangsphase der Weimarer Republik zum Schreckensregime des Nationalsozialismus befinde.

Dies ist keine hoffnungslose Mahnung, sondern ein dringender Aufruf, von der falschen Politik abzulassen, um Raum für Frieden, Hoffnung und Gerechtigkeit zu geben.

Zu lange haben sich deutsche Demokraten und Frieden - und Gerechtigkeit suchende Menschen in Deutschland mit dem „Friede! Friede!“ an der Nase herumführen lassen, während die israelischen Machthaber dem Frieden unablässig entgegenwirkten.

 

Reuven Moskovitz ist Historiker und Mitbegründer des Friedensdorfes Neve Shalom/Wahat Salam in Israel, eine Siedlung in der israelische Juden und Palästinenser zusammenleben. Er war Sekretär der Bewegung für Frieden und Sicherheit in Israel. Seit mehreren Jahrzehnten ist er aktiv in der Friedensbewegung und um die Verständigung und Aussöhnung zwischen Palästinensern und Israeli, aber auch um die deutsch-israelische Versöhnung bemüht. Er ist Preisträger des Mount Sion Award 2001 und Preisträger des internationalen Aachener Friedenspreises 2003. Von seinem Buch "Der lange Weg zum Frieden" gibt es die fünfte Auflage.